Derzeit wird weltweit fieberhaft an einem wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus geforscht, um die SARS-CoV-2 Pandemie schlußendlich unter Kontrolle zu bringen. 

Nachdem der genetische Bauplan des Coronavirus von Wissenschaftlern bereits vor einigen Wochen vollständig entschlüsselt werden konnte, ist es offenbar nur noch eine Frage der Zeit, bis ein effektiver Impfstoff zur Verfügung steht.

Die Suche nach dem Impfstoff

Doch ganz so einfach ist es nicht. Denn bis ein entsprechender Impfstoff gegen das Coronavirus tatsächlich zum Einsatz kommen kann, müssen zunächst noch einige und zudem nicht unerhebliche zulassungstechnische Hürden genommen werden. 

Für eine endgültige Zulassung von Impfstoffen zeichnet in Deutschland das Paul-Ehrlich-Institut verantwortlich, welches sicherstellt, dass die wissenschaftlichen Anforderungen (z.B. in Form von Wirksamkeitsstudien) an ein neues potentielles Präparat erfüllt-, aber auch alle Risiken infolge gefährlicher Nebenwirkungen möglichst vollumfänglich abgewogen werden sollten. 

Hinsichtlich der Entwicklung eines geeigneten Impfstoffes gegen das SARS-CoV-2 Virus werden dabei zurzeit mehrere Lösungsansätze in Ansatz gebracht:

1.) Der klassische Impfstoff

Attenuierte (abgeschwächte) Erreger des CoV-2 Virus werden in den menschlichen Körper injiziert, um eine entsprechende Immunantwort zu erzeugen. Dieser Impfstoff wird auch als „Lebendimpfstoff“ bezeichnet.

VORTEILE: Bereits eine einmalige Impfung führt zu einer relativ starken und nachhaltigen Immunisierung.

NACHTEILE: Es besteht das Risiko, dass sich die injizierten Viren vermehren und dadurch eine unerwünschte Infektion auslösen.

2. ) Der Vektor-basierte Impfstoff

Für den Menschen harmlose Virenstämme werden in Bezug auf charakteristische Merkmale des CoV-2 Virus gentechnisch modifiziert, um so eine Immunreaktion des Körpers auszulösen. 

VORTEILE: Bei einem maßgeschneiderten Design (z.B. Hülle eines Pocken- mit den Oberflächenproteinen des Coronavirus) besteht keinerlei Infektionsrisiko.

NACHTEILE: Das genaue Zusammenspiel von Impfvektor, Sequenz und Struktur des Antigens und der daraus resultierenden Immunantwort ist derzeit noch Gegenstand intensiver Forschung.

3.) Der Protein-basierte Impfstoff

Lediglich charakteristische Proteine (Eiweiße) des CoV-2 Virus werden dem Menschen injiziert, um eine entsprechende Immunreaktion des Körpers zu provozieren. 

VORTEILE: Da nicht das vollständige, reproduktionsfähige Virus injiziert wird, besteht nahezu kein Infektionsrisiko.

NACHTEILE: Adjuvantien (verstärkende Substanzen) müssen dem Impfstoff hinzugefügt werden, welche allerdings zu unerwünschten Nebenwirkungen führen können.

4.) Der Gen-basierte Impfstoff 

Diese Impfung enthält virales Erbgut in Form von Messenger-RNA (mRNA), welche die Informationen für das Spike-Protein oder andere Bestandteile des CoV-2 Virus überträgt.  

VORTEILE: Es werden grundsätzlich keine Erreger benötigt, da nur die Baupläne des CoV-2 Virus (RNA-Strang) in menschliche Zellen eingeschleust werden. 

NACHTEILE: Bislang sind genbasierte Impfstoffe trotz enormer biotechnologischer Fortschritte noch nicht genügend getestet.

Sind mRNA-Impfstoffe die Lösung?

Die weltweite SARS-CoV-2 Pandemie könnte nun speziell der innovativen mRNA-Impfstoff-Technologie zum Durchbruch verhelfen. Von den injizierten Bruchstücken des Coronavirus geht keine Gefahr aus, potentiell mögliche Nebenwirkungen sind deutlich reduziert. Außerdem werden keinerlei Adjuvantien benötigt. Darüber hinaus könnten in kürzester Zeit gewaltige Mengen des genbasierten Impfstoffes produziert werden.

Denn die anderen o.g. Verfahren benötigen zum Teil mehrere Monate, um allein die benötigten Virenstämme anzuzüchten. Es ist überdies zu erwarten, dass die ausgetretenen Pfade einer herkömmlichen Impfstoffproduktion nebst langwieriger Studienphasen und Zulassungsverfahren unter dem zeitlichen Druck der Übersterblichkeit sowie einer weltweit drohenden Rezession erstmalig verlassen werden müssen.

Während somit bereits erste Studien mit den neuen mRNA-Impfstoffen am Menschen durchgeführt werden, läuft zeitgleich die Produktion derselben schon in großem Maßstab an. Obgleich dies natürlich auch ein erhebliches Risiko für den jeweiligen Hersteller birgt – schließlich steht die spätere Zulassung noch in den Sternen.     

Bis einer der o.g. Impfstoffkandidaten gegen das SARS-CoV-2 Virus aber gegebenenfalls zum Einsatz kommen wird, befürchten Experten nichtsdestotrotz eine längere wissenschaftliche Durststrecke. Und selbst bei einer Entwicklung in rekordverdächtiger Zeit wird frühestens  im nächsten Jahr mit den ersten Zulassungen gerechnet. 

Glücklicherweise steht uns mit bovinem Colostrum schon jetzt ein natürlicher, komplexer und zugleich antiviraler Wirkstoffkomplex bereit, welcher unser Immunsystem nicht nur effektiv stärken kann, sondern aus meiner Sicht auch einen sehr guten Schutz vor einer Infektion mit dem SARS-CoV-2 Virus bietet.

Und bis ein Impfstoff verfügbar ist – bleiben Sie bitte gesund.

Ihr Dr. Marco Prümmer 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.